Prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom ist mit über 70000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland der häufigste Tumor des Mannes. Im Frühstadium ist Prostatakrebs symptomlos. Deshalb ist eine Krebsvorsorgeuntersuchung sinnvoll. Mit dieser können Frühstadien erfaßt werden. In fortgeschrittenen Stadien können Beschwerden zum Beispiel beim Wasserlassen, Knochenschmerzen und eine Blutarmut auftreten. Dann ist eine Heilung nicht mehr möglich.

Die Heilungsaussichten mittels Operation oder Bestrahlung sind in frühen Stadien gut. Manchmal kann sogar eine aktive Überwachung (active surveillance) in Betracht gezogen werden, um Übertherapien zu vermeiden. In fortgeschrittenen Stadien kommt meist eine Hormontherapie zum Einsatz. Nach Versagen dieser sind derzeit eine Chemotherapie mit Docetaxel oder die Behandlung mit Abiraterone oder Enzalutamid der Standard. Kommt  es unter dieser Behandlung zum Fortschreiten der Erkrankung werden Cabazitaxel, Abiraterone oder Enzalutamid eingesetzt.Außerdem steht für bestimmte Fälle Sipuleucel-T zur Verfügung.

Bei Knochenmetastasen werden zusätzlich Bisphosphonate, Denusomab und eine strahlenmedizinische Therapie mit Radium 223 eingesetzt.

Neben den bekannten schulmedizinischen Therapien können komplementäronkologische Maßnahmen die Heilungsaussichten und die Lebensqualität verbessern. Hierzu können wir Ihnen eine individuelle Beratung bieten und speziell abgestimmte Angebote machen. Beispielsweise konnten Antonelli und Mitarb. zeigen, dass regelmäßiger Sport sich durch eine Verzögerung des Krankheitsablaufes positiv auswirkt. Auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig. Zudem empfiehlt sich eine gezielte Ergänzung mit speziell kombinierten Mikronährstoffen. In der GEMINAL-Studie untersuchten Ornish und Mitarb. die Auswirkungen einer grundlegenden Umstellung von Lebensstil und Ernährung bei Prostatakrebspatienten. Dabei zeigte sich ein signifikant günstiger Einfluß auf die Aktivitäten zahlreicher Gene im Prostatagewebe, die eine Rolle in der Krebsentstehung spielen.

Weitere Informationen zum Prostatakrebs erhalten Sie zum Beispiel im Urologenportal, bei der Deutschen Krebsgesellschaft und beim Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.

Buchtipp: Uli und Michael Roth: Unser Leben- unsere Krankheit 

Das Risiko für das Vorliegen eines Prostatakarzinoms kann nach der rektalen Untersuchung und  PSA-Bestimmung sowie unter Berücksichtigung von Risikofaktoren mittels computergestützten Kalkulatoren berechnet werden.

Forscher an der Harvard-Universität in Boston/USA haben herausgefunden, dass Kaffeekonsum das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, um 60% senken kann.