Peniskarzinom

 Peniskarzinome sind in Deutschland mit ca.600 Neuerkrankungen pro Jahr relativ selten und treten meistens erst nach dem 60.Lebensjahr auf. Ursachen sind oft chronische Reizzustände wie bei einer Vorhautverengung (Phimose) und damit verbundene schlechte Genitalhygiene. Möglicherweise spielen auch HPV-Infektionen eine Rolle. Metastasen bilden sich beim Peniskarzinom meist entlang der Leistenlymphknoten. Die Diagnose wird nach der operativen Entfernung der auffälligen Veränderung oder der Entnahme einer Gewebeprobe und Untersuchung unter dem Mikroskop gestellt. Die Therapie besteht in frühen Stadien in einer operativen Entfernung des Tumors oder einer Bestrahlung. Dann sind die Heilungsaussichten gut. In fortgeschrittenen Stadien sind oft eine Penisteilamputation und eine Entfernung oder Bestrahlung der befallenen Lymphknoten notwendig. Beim Vorliegen von Fernmetastasen ist die Prognose schlecht.