Nierenkarzinom

Ca.17000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Nierenkrebs, über 6000 sterben daran. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Risikofaktoren für die Entstehung eines Nierentumors sind Rauchen, Übergewicht und ein Schmerzmittelmißbrauch, manchmal spielen genetische Faktoren eine Rolle. Frühzeichen der Erkrankung gibt es nicht. Da Symptome häufig erst spät auftreten wird der Nierentumor oft zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt. Ein wichtiges Symptom ist Blut im Urin, aber auch eine Anämie (Blutarmut), Schmerzen in den Flanken oder eine Hypertonie (Bluthochdruck) können sich entwickeln. Wenn der Tumor metastasiert hat sind Knochenschmerzen möglich. Die Diagnose wird mit einer Ultraschalluntersuchung, einer Röntgenuntersuchung der Nieren mit Kontrastmittel (Urographie) sowie Computertomographie oder Magnetresonanztomographie gestellt. Um festzustellen, ob der Tumor in andere Organe gestreut hat, werden eine Knochenszintigraphie, eine Ultraschalluntersuchung der Leber und eine Röntgenuntersuchung der Lunge durchgeführt. Die Therapie besteht zunächst in einer Operation, meist muss die erkrankte Niere entfernt werden. Wenn der Tumor noch klein und günstig gelegen ist kann eine Teilresektion mit Erhalt der Niere durchgeführt werden. Die zweite, meist gesunde Niere kann die Funktion der fehlenden Niere meist gut kompensieren. Hat der Tumor gestreut kann sich anschließend eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie notwendig machen. Hierfür stehen seit einigen Jahren eine Reihe von neuen Substanzen zur Verfügung. Entscheidend für den Verlauf ist aber, ob der Krebs frühzeitig erkannt wurde oder bereits gestreut hat. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen werden nach der Entfernung eines Nierentumors über einen Zeitraum von 10 Jahren durchgeführt.