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Harnblasenkarzinom

 Das Harnblasenkarzinomist mit 27500 Erkrankungen jährlich in Deutschland der fünfthäufigste Tumor. Der wichtigste Risikofaktor ist das Tabakrauchen- was in der Öffentlichkeit wenig bekannt ist. Außerdem erhöhen eine Belastung mit aromatischen Aminen, verschiedenen Medikamenten, nitrit- und nitratreichen Nahrungsmitteln sowie ein Vitalstoffmangel das Blasenkrebsrisiko. Leitsymptom ist sichtbares Blut im Urin ohne Schmerzen. Weitere Symptome können ein schmerzhaftes oder erschwertes Wasserlassen sowie häufiger Harndrang sein. Allerdings können diese Symptome auch als Blasenentzündung fehlgedeutet werden. Bei der erweiterten Krebsvorsorgeuntersuchung können mit einer Urinuntersuchung mit Urinzytologie und Bestimmung des Tumormarkers NMP 22 Hinweise auf das Vorliegen eines Blasentumors gefunden werden. Klarheit bringen dann Ultraschall und im Verdachtsfall eine Blasenspiegelung. Oberflächliche Tumoren können mittels einer transurethralen Resektion entfernt werden. Wegen des hohen Rezidivrisikos schließt sich oft eine Chemotherapie an, bei der ein Medikament über einen Katheter direkt in die Blase eingebracht wird. 1995 konnte in einer Studie in Japan gezeigt werden, dass die regelmäßige Einnahme von Probiotika das Risiko für Blasentumorrezidive senken kann. Ist der Blasentumor bereits in tiefere Wandschichten der Harnblase vorgedrungen ist meist eine operative Entfernung der Harnblase oder eine Bestrahlung erforderlich, oft gefolgt von einer Chemotherapie.

Weitergehende Informationen können Sie in unserem Lexikon bekommen.